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2. Halbfinale Damen: Düsseldorfer HC - UHC Hamburg 4:1 (2:0)
30.06.2015

Der UHC Hamburg ist der Gegner des Münchner SC im Endspiel um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft der Damen 2015. Die Hamburgerinnen setzten sich in ihrem Halbfinale im Sportpark Rothenbaum in der Hansestadt gegen Aufsteiger Düsseldorfer HC am Ende klar mit 4:1 (2:0) durch und hat damit zum siebenten Mal in Folge das Endspiel auf dem Feld erreicht.

„Das war wirklich ein hartes Stück Arbeit heute. Wir haben auch sehr viel investiert“, sagte UHC-Coach Claas Henkel nach der Partie. „Wir haben mit einer hohen Wechselquote gespielt, das war auch der Fahrplan. Insgesamt war der Sieg für mich auch in der Höhe verdient, weil wir jederzeit sehr konzentriert zu Werke gegangen sind. Jetzt freue ich mich auf das Finale gegen meinen Ex-Klub.“

DHC-Coach Nicolas Sussenburger zeiget sich als fairer Verlierer: „Glückwunsch an den UHC, der heute einen Tick cleverer war als wir. Wir haben den Gegner bei dem einen oder anderen Tor auch zu leicht eingeladen. Am Ende muss man das nun aber so hinnehmen. Bei der Hitze war es aber auch ein Stück weit ein Glücksspiel.“

Beide Mannschaften mussten sich die ersten Minuten langsam an das Spiel rantasten und agierten weitestgehend auf Augenhöhe. Doch nach etwa zehn Minuten übernahm der UHC die Initiative und zeigte fortan ein sehr souveränes Spiel nach vorn, während Düsseldorf seinen Spielfluss nicht aufrecht erhalten konnte. Und so kam der UHC auch zu den ersten nennenswerten Chancen, doch zunächst brachte das nichts Zählbares ein. So vergaben Charlotte Stapenhorst (11.) und Katharina Otte (15.) mit einem Schuss von links die ersten guten Gelegenheiten zur Führung.

Im zweiten Viertel kamen die Hamburgerinnen richtig ins Rollen und gingen durch einen Treffer von Sophie Mayen verdient in Führung. Nach einem Konter über Stapenhorst und Lisa Altenburg hielt Mayen ihren Schläger noch in den als argentinische Rückhand geschlagenen Ball und ließ damit Torhüterin Nathalie Kubalski keine Abwehrchance (20.). In der Folge ließen die Lokalmatadorinnen aber weitere gute Chancen aus, etwa als Altenburg, Stapenhorst und Julia Dudorov allein gegen die DHC-Torfrau den Ball nicht im Netz unterbringen konnten (26.). Besser machte es wenig später Torjägerin Eileen Hoffmann, die eine Flanke von Marie Mävers zum 2:0 ins Tor blockte (29.).

Auch in der zweiten Halbzeit bestimmte der UHC das Geschehen beinahe nach Belieben, während die Rheinländerinnen merklich der Hitze auf dem Platz Tribut zollen mussten. Sehr sehenswert fiel dann auch schon bald der dritte Treffer. Celine Wilde hatte den Ball von der linken Seite volley vor das Tor gebracht, wo er von Eileen Hoffmann ebenfalls direkt verwertet wurde (37.). Danach bäumte sich der DHC zwar noch einmal auf, konnte aber selbst eine Strafecke nicht zum Anschlusstreffer nutzen (47.). Stattdessen schwächte sich der Aufsteiger in der 53. Minute weiter, als Annika Sprink mit einer zumindest umstrittenen Gelben Karte vom Platz musste. Dennoch gelang Düsseldorf noch der Ehrentreffer. Sabine Markert nutzte die dritte DHC-Strafecke mit einem leicht abgefälschten Schlenzer zum zwischenzeitlichen 1:3 (63.). Wenig später nahm der DHC nach einer Auszeit die Torhüterin für eine zusätzliche Feldspielerin raus. Doch das brachte nicht den erhofften Erfolg. Stattdessen konterte der UHC noch einmal über Charlotte Stapenhorst, die eine Gegenspielerin ausspielte und den Ball dann ins leere Tor schob (69.).

Tore:
0:1 Sophie Mayen (20.)
0:2 Eileen Hoffmann (29.)
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0:3 Eileen Hoffmann (37.)
1:3 Sabine Markert (KE, 64.)
1:4 Charlotte Stapenhorst (69.)

Strafecken:
DHC 3 (1 Tor) / UHC 1 (kein Tor)

Grüne Karten:
--- / Katharina Otte (26.), Janne Müller-Wieland (61.)

Gelbe Karte:
Annika Sprink (53.) / ---

Zuschauer: 1.500

Schiedsrichter:
M. Meister / G. Schmitz
70. [D] & 73. Endrunde [H] Feld
4./5. Juli 2015 in Hamburg