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Halbfinale Damen: Berliner HC – Münchner SC 6:5 n7m (1:1, 0:0)
29.05.2013

Karoline Amm ist im Halbfinale der DM-Endrunde in Hamburg gegen den Münchner SC zur Matchwinnerin für den Berliner HC geworden. Die Torhüterin parierte im Siebenmeterschießen gleich vier Schüsse und sicherte ihrem Team den 6:5-Sieg nach der dramatischen Entscheidung den Einzug in das Finale am Sonntag. Vor gut 800 Zuschauern hatte es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 1:1 gestanden. „Ich habe alle Nerven verloren, die ich habe. München hat es uns sehr schwer gemacht und einen großen Fight geliefert. Im Siebenmeterschießen haben wir dann mit etwas Glück verdient gewonnen“, sagte BHC-Trainer Floris Völkner nach der umkämpften Partie.

Dabei ließ die erste Halbzeit nicht annähernd vermuten, welche Entwicklung das Halbfinale noch nehmen würde. Weder die Berlinerinnen noch die Münchnerinnen wirkten in ihren Aktionen zwingend. Chancen aus dem Spiel ergaben sich auf beiden Seiten so gut wie gar nicht. Gefährlich wurde es nur bei den Strafecken. Doch der BHC konnte seine vier Einschussmöglichkeiten ebenso wenig nutzen wie der MHC seine einzige.

Wie sehr ein Tor den Verlauf eines Spiel verändern kann, zeigte sich dann nach der 1:0-Führung der Münchnerinnen, für die Nina Hasselmann nach einem Querpass erfolgreich war (38.). Fortan erhöhten die favorisierten Berlinerinnen das Tempo und das Geschehen verlagerte sich mehr und mehr in die Münchner Hälfte. Doch erneut konnte die Mannschaft der Trainer Floris Völkner und Marcel König Eckenchancen nicht nutzen und blieb auch aus dem Spiel heraus erfolglos, obwohl es nun etliche gute Einschussmöglichkeiten gab. In der 60. Minute war der jedoch Bann gebrochen: Anke Grueneberg traf vom Siebenmeterpunkt zum zu diesen Zeitpunkt verdienten Ausgleich, der bis zum Schlusspfiff Bestand haben sollte.

In der Verlängerung, in der ein Golden Goal die sofortige Entscheidung bedeutet hätte, erwischte München den besseren Start und zeigte sich über weite Strecken als das risikofreudigere Team. Doch Karoline Amm verhinderte mehrfach das Aus für den Tabellenführer gegen die Süddeutschen, die in der 5. Minute der Nachspielzeit die große Chance hatten. Mia Sehlmann aber schoss den Ball nach einer Kurze Ecke neben das Tor. „Wir waren die ganze Verlängerung über am Drücker, haben eine starke Leistung gezeigt und uns über unser Pressing gute Chancen erspielt, um das Spiel zu entscheiden“, stellte MSC-Trainer Claas Henkel zurecht fest.

Im Siebenmeterschießen hatte München dann erneut die Chance, den Finaleinzug perfekt zu machen, doch beim Stand von 4:4 scheiterte Hayley Brown mit dem letzen Schuss an Karoline Amm, die ihre Mannschaft damit ins Shootout rettete. Auch hier war München im Vorteil, weil es beginnen durfte und dank Hannah Krüger vorlegte. Doch Berlin glich aus, konnte dann aber seinerseits den Vorteil nicht nutzen, nachdem Sophie Steindor an Karoline Amm gescheitert war und Natascha Keller MSC-Schlussfrau Kim Platten anschließend nicht überwinden konnte. Nachdem Karoline Amm auch den Schuss von Elisabeth Kirschbaum abwehren konnte, sorgte Lena Andersch für die Entscheidung. „Wir hatten gute Schützen und eine klasse Torhüterin. Wie Karolin Amm den einen mit der Rückhand rausholt, das war schon verdammt stark“, zeigte sich Völkner erleichtert. Lob gab es auch von Henkel trotz des Ausscheidens: „So zu verlieren, ist einfach verdammt bitter. Siebenmeterschießen ist schon krass, aber der Shootout ist der krasseste Modus überhaupt. Unter diesem Druck war es eine Bombenleistung der beiden Torhüter.“

Tore:
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0:1 Nina Hasselmann (38.)
1:1 Anke Grueneberg (7m, 59.)
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Siebenmeterschießen:
2:1 Lena Andersch
2:2 Hannah Krüger
Viktoria Wieske verschießt
Charlotte Werther scheitert an Karoline Amm
3:2 Natascha Keller
3:3 Sophie Steindor
Anke Grueneberg scheitert an Kim Platten
3:4 Elisabeth Kirschbaum
4:4 Franziska Stern
Hayley Brown scheitert an Karoline Amm
4:5 Hannah Krüger
5:5 Franziska Stern
Sophie Steindor scheitert an Karoline Amm
Natascha Keller scheitert an Kim Platten
Elisabeth Kirschbaum scheitert an Karoline Amm
6:5 Lena Andersch

Strafecken:
BHC 8 (kein Tor) / MSC 3 (kein Tor)

Grüne Karten:
Mieketine Hayn (65., Foulspiel), Lisa Hapke (79., Spielverzögerin) / ---

Zuschauer: 900

Schiedsrichter:
Gabriele Schmitz / Michelle Meister