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Halbfinale Damen: UHC Hamburg – Club an der Alster 2:0 (1:0)
29.05.2013

Die Damen des UHC Hamburg zogen dank eines souveränen 2:0 (1:0) im Hamburger Halbfinal-Derby gegen den Club an der Alster in das Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Dort wartet am morgigen Sonntag der Berliner HC auf die Mannschaft des scheidenden Trainers Kais al Saadi. Der zu den UHC-Herren wechselnde Coach hatte schon vor der Partie zu seiner Mannschaft gesagt: „Das ist mein vorletztes Spiel als euer Trainer, versaut mir das nicht.“ Mit einer starken Vorstellung erfüllte ihm sein Team diesen Wunsch. Besonders die defensive Leistung seiner Mannschaft imponierte ihm: „Dass wir gegen Alster kein Gegentor bekommen ist mir in meiner Laufbahn glaube ich noch nie passiert. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg. Wie wir Alster von unserem Kreis fern gehalten haben, war schon sehr abgeklärt. Daher waren wir auch der verdiente Sieger.“

Alsters Trainer Jens George zeigte sich hingegen tief enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft: „In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Da war überhaupt kein Mut da. Jede wartete auf die Initialzündung der Anderen“, ärgerte er sich.

In einer von beiden Mannschaften nervös gestalteten Anfangsphase zeigte der UHC den besseren Spielaufbau und kontrollierte das Geschehen. Torchancen blieben zunächst jedoch Mangelware. Mit der ersten wirklichen Möglichkeit fiel dann aber das 1:0 für den Uhlenhorster HC. Nach einer Eckenvariante über rechts schaltete Marie Mävers am schnellsten und drückte die Kugel zur Führung über die Linie. Der UHC dominierte nun klar das Geschehen und hatte nur kurz darauf weitere dicke Chancen um nachzulegen. Nina Notman schlug die Kugel zwei mal gefährlich in den Kreis, der erste Stecher strich nur um Zentimeter links am Tor vorbei, der zweite links.

Alster-Trainer George nahm eine Auszeit und versuchte das Spiel seiner Mannschaft neu zu ordnen. Diese wurde in der Folge zwar etwas besser, kam aber zu keiner nennenswerten Torchance. Die starke Notman und immer wieder Janne Müller-Wieland blieben ein unüberwindbares Hindernis. Gegen die gut stehende UHC-Verteidigung kam der Club an der Alster daher so gut wie nie zur Entfaltung und ging ohne echte Chance in die Pause.

Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel gehört wieder dem UHC. Angetrieben von ihrem lautstarken Fanblock griffen al Saadis Damen immer wieder früh Bälle im Mittelfeld ab und übten so Druck auf die anfällige Alster-Defensive aus. Diese fing sich aber in den folgenden Minuten und Alster wurde stärker. In der 42. Minute wäre Georges Mannschaft nach einer Ecke beinahe der Ausgleich geglückt, Christina Schütze zielte bei ihrer hart geschlagenen Ecke jedoch ein paar Zentimeter zu hoch. Insgesamt bleib Alster aber im Spiel nach vorne zu ungefährlich. „In der zweiten Halbzeit hatten wir dann zwar einige Chancen, wir wollten es aber immer nur individuell lösen“, erklärte George die offensive Harmlosigkeit seines Teams.

Mitte der zweiten Halbzeit knickte Eileen Hoffmann unglücklich um und zog sich einen Bänderriss zu. Sie wird den UHC-Damen daher morgen im Finale fehlen. Ihre Teamkolleginnen ließen sich davon jedoch nicht beirren und drängten weiter auf das 2:0. Nachdem mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt blieben sorgte Julia Dudorov sechs Minuten vor dem Ende für die Entscheidung. Nach einem sehenswerten Konter rutschten gleich zwei UHC-Stürmerinnen am Ball vorbei. Den Abpraller der Alster-Torhüterin knallte die nachgerückte Dudorov per argentinischer Direktabnahme vom Schusskreisrand in die linke untere Ecke.

Alster antwortete mit einer kurzen Ecke, die jedoch von der Eckenabwehr geblockt wurde. In den letzten Minuten ließ Uhlenhorst nichts mehr anbrennen und brachte den verdienten Sieg ohne Gegentor über die Zeit.

Tore:
1:0 Marie Mävers (KE, 15.)
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2:0 Julia Dudorov (64.)

Strafecken:
UHC 1 (ein Tor) / CADA 2 (kein Tor)

Grüne Karten:
Nina Notman (29., Foulspiel), Eileen Hoffmann (45., Foulspiel) / Katharina Scholz (24.), Jessica Reimann (28., Stockfoul)

Gelbe Karte:
- / Christina Schütze (43., Stockfoul)

Zuschauer: 1500

Schiedsrichter:
Johannes Berneth / Alexander Gerl