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Halbfinale Herren: Uhlenhorst Mülheim – Mannheimer HC 3:2 GG (2:2, 2:1)
29.05.2013

Der HTC Uhlenhorst Mülheim zieht nach Rot-Weiss Köln als zweites Team ins Endspiel um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft der Herren 2013 ein. Die „Uhlen“ setzten sich in einer sehenswerten und bis zum Schluss spannenden Partie mit 3:2 (2:2, 2:1) gegen den Mannheimer HC. Matchwinner war am Ende Mülheims Ole Keusgen, der mit seinem Stecher nach einer Eckenvariante in der Verlängerung das umjubelte Golden Goal erzielte.

Mülheim begann mit viel Tempo, während die Mannheimer zu Beginn tief standen und den Gegner eher kommen ließen. Doch Mülheims Taktik war zuerst von Erfolg gekrönt. Tobias Matania nahm sich in der 8. Minute ein Herz und verwandelte die erste klare Torchance des Spiels mit einem satten Schlag vom Schusskreisrand in die linke untere Ecke zur 1:0-Führung. Jetzt war der MHC endgültig wach und spielte offener mit. Nachdem Uhlenhorst-Keeper Felix Reuß einmal gegen Danny Nguyen abgewehrt hatte, behielt der junge Mannheimer in der nächsten Szene die Oberhand. Selbst den Angriff eingeleitet, schloss Nguyen in der 10. Minute auch zum Ausgleich ab. Jetzt waren die Süddeutschen in dieser munteren Partie am Drücker, doch Mülheim stand defensiv gut und kam – wie Mannheim – zu einigen sehenswerten Offensivaktionen. Per Siebenmeter gingen die Mannen von der Ruhr wieder in Führung. Topstürmer Thilo Stralkowski setzte seinen Schuss in der 25. Minute zwar neben das Tor, doch die Schiedsrichter hatten wohl ein Foulspiel gesehen und zeigten auf den Siebenmeterpunkt. Jan Philipp Rabente trat an und verwandelte unhaltbar für MHC-Schlussmann Andreas Späck. Im direkten Gegenzug hatte Mannheim den Ausgleich erneut auf dem Schläger, wurde jedoch rausgepfiffen. So blieb es zur Pause bei der nicht unverdienten Führung für den Tabellenzweiten der regulären hockeyliga-Saison.

Uhlenhorst war auch zu Beginn des zweiten Durchgangs die etwas aktivere Mannschaft, doch ein Abwehrschnitzer brachte Mannheim zurück ins Spiel. Jan Gehlen konnte als letzter Mann den Ball nicht richtig stoppen und Guido Barreiros ließ sich diese unerwartete Gelegenheit nicht entgehen (43.). Direkt im Anschluss scheiterte Matthias Witthaus an HTC-Keeper Reuß mit dem Versuch, die Partie gänzlich zu drehen. Stralkowski mit einer harten Strafecke und erneut Barreiros hatten danach weitere Treffer auf dem Schläger. In der Folge verflachte die Partie aber etwas. Viel spielte sich jetzt zwischen den Schusskreisen ab, nennenswerte Chancen gab es in dieser Phase kaum. Drei Minuten vor Schluss hätte Tomas Prochazka den möglichen Siegtreffer für den MHC erzielen können, doch der Eckenspezialist rutschte ab. Und so musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen.

Dort sorgte die erste echte Chance, eine Strafecke, für grenzenlosen Mülheimer Jubel. Christopher Rühr hatte den Ball auf Stralkowski gespielt, der den Ball zwar vertändelte, aber mit Routine immerhin noch die Ecke herausholte. Die als Stecher gespielte Variante verwandelte letztlich Ole Keusgen zum Golden Goal.

MHC-Trainer Torsten Althoff: „Insgesamt haben wir ein wirklich gutes Spiel gemacht. Es ist verdammt tragisch, so zu verlieren. Dass jetzt hier Schluss ist, ist umso bitterer, weil man sich eine bessere Rückrunde kaum wünschen kann.“

Uhlenhorst-Coach André Henning: „Wir haben das Spiel mit viel Willen und Gier entschieden. Es hatte aus meiner Sicht keine besonders hohe Qualität. Offensiv ist beiden Mannschaften nicht viel geglückt. Ich muss zugeben: Wir hatten Phasen, wo wir uns durchhangeln mussten. Wir hatten auch Glück, dass Mannheim nicht kurz vor Schluss den Sack zumacht. Dieses Glück hat uns in den letzten Jahren aber oft auch gefehlt.“

Tore:
1:0 Tobias Matania (8.)
1:1 Danny Nguyen (10.)
2:1 Jan Philipp Rabente (7m, 25.)
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2:2 Guido Barreiros (43.)
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3:2 Ole Keusgen (78., Golden Goal)

Strafecken:
UM 2 (ein Tor) / MHC 1 (kein Tor)

Zuschauer: 1000

Schiedsrichter:
Moritz Meißner / Alexander Tröllsch