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2. Halbfinale Damen: Harvestehuder THC - Mannheimer HC 4:3 (1:2)
04.02.2017

Die Damen des Hravestehuder THC haben für die Überraschung im zweiten Damen-Halbfinale der MWB Final Four in Mülheim gesorgt. 4:3 (1:2) gewannen sie gegen Titelverteidiger Mannheimer HC, der nach der ersten Halbzeit noch völlig verdient 2:1 vorn lag. Die Harvestehuderinnen treffen damit im reinen Hamburger Finale am Sonntag um 11.30 Uhr in der innogy-Arena auf den Uhlenhorster HC. Das Spiel wird live bei sportdeutschland.tv gestreamt.
HTHC-Trainer Thomas Laszkowski sagte: „Man hat gesehen, dass die Mannschaft die ganze Zeit an sich geglaubt hat. Sie hat sehr diszipliniert auf ihre Chancen gewartet. Für uns bedeutet es gar nichts, dass wir in der Saison zwei Mal gegen den UHC verloren haben. Morgen ist das Finale um die deutsche Meisterschaft, da haben Bundesligaspiele keine Bedeutung mehr!“


„Wir sind jetzt natürlich mega-enttäuscht, weil wir es heute drin hatten", sagte Mannheims Trainer Philipp Stahr. "Ich kann der Mannschaft aber auch gar keinen Vorwurf machen, dass sie nicht mit dem nötigen Willen und der Leidenschaft angetreten wären. Der Matchplan ist eigentlich gut aufgegangen, aber wir haben es versäumt, nach dem 2:0 den Vorsprung weiter auszubauen. Und so haben wir den HTHC zurück ins Spiel geholt. Ich hatte aber auch in den letzten Minuten noch das Gefühl, dass wir das noch drehen, aber der HTHC hat nicht weniger leidenschaftlich gespielt und es mit Mann und Maus verteidigt. Dennoch das positive Fazit: Die Mädels haben ihre Leistung zu 100 Prozent auf die Platte gebracht. Leider hat es nicht gereicht. Ich wäre sicher enttäuschter, wenn das nicht so gewesen wäre. Glückwunsch an den HTHC!"

Mannheim begann im zweiten Damen-Halbfinale zielgerichteter und konsequenter in den Kreisaktionen und brachte den HTHC schon früh in Bedrängnis. HTHCs Friderike Schlenker hielt schon in der zweiten Minute die erste Mannheimer Ecke auf der Linie. Danach blieb Mannheim dran, holte weitere drei Ecken, die aber HTHCs Keeperin Rosa Krüger allesamt gut ablief. Die Hamburgerinnen waren dann in der 9. Minute erstmals gefährlich, als deren erste Ecke auf der Latte landete. Doch dann war es passiert. Nach Angriff durch die Mitte stand Emma Förter links im Kreis völlig frei und platzierte einen Schlenzer zur Führung ins lange Eck (10.). Und Mannheim legte sofort nach. Cecile Pieper traf aus der Mitte unbedrängt zum 0:2 (12.).

Haase hatte das 0:3 nach einer Viertelstunde auf dem Schläger, verfehlte das Tor aber nach schönem Solo knapp. Nach der ersten Auszeit kam der HTHC etwas griffiger aufs Feld zurück. Friderike Schlenker traf in der 19. Minute im Nachschuss zum 1:2. Und Anne Deupmann hätte eine Minute später eigentlich schon das 2:2 machen können. Der MHC war nicht mehr ganz so dominant wie in der Anfangsphase hatte aber durch Pieper eine gute Chance, die das Außenbrett traf (26.). Und Haase konnte die fünfte Ecke nicht im leeren Tor unterbringen (25.). Doch auch der HTHC nutzte seine zweite Ecke nicht zum Ausgleich (26.), so dass es zur Pause bei der – aus MHC-Sicht sicher viel zu knappen – 2:1-Führung für den Titelverteidiger.

Nach der Pause merkte man den Hamburgerinnen mehr und mehr an, dass sie an ihre Chance glaubten. Hinten standen sie gut und bei den seltenen Kontern sorgte erneut Schlenker für das 2:2 (35.). Zu diesem Zeitpunkt war das noch schmeichelhaft für den HTHC, aber Mannheim nutzte seine durchaus vorhandenen Chancen auch einfach nicht. Rosa Krüger hielt die nächste Ecke allerdings auch sehr stark (39.). Es war wieder ein Konter, bei dem Haase auf der Linie nur mit dem Körper für die bereits geschlagene Nadine Stelter retten konnte. Franzisca Hauke ließ sich die Chance vom Siebenmeterpunkt nicht nehmen und traf links oben zum 3:2 (45.).

Der MHC nun etwas geschockt, hätte durch Pieper ausgleichen können, die aber auch an Krüger scheiterte (47.). Ein Sonntagsschuss von Emma Nolting brachte den HTHC schließlich sogar mit zwei Toren in Front. Sie traf von rechts aus spitzem Winkel genau ins entfernte obere linke Toreck (49.). Nun war Mannheim unter Druck. Trainer Stahr nahm bei 7`40 Minuten auf der Uhr Stelter vom Platz und brachte Nike Lorenz als spielende Keeperin. Das zeigte auch Wirkung: Mannheim holte Chancen im Minutentakt, war durch Haase auch bereits in der 54. Minute per Ecke zum 4:3 erfolgreich.

Der HTHC nun nur noch hinten drin, Mannheim drückte. Zwei weitere identische Ecken konnte Lydia Haase nicht im Tor unterbringen (56./57.). Und auch Nike Lorenz scheiterte mit der letzten Ecke mit Direktschuss an Rosa Krüger.

Tore:
0:1 Emma Förter (10.)
0:2 Cecile Pieper (12.)
1:2 Friderike Schlenker (19.)
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2:2 Friderike Schlenker (35.)
3:2 Franzisca Hauke (7m, 45.)
4:2 Emma Nolting (49.)
4:3 Lydia Haase (KE, 54.)

Ecken:
HTHC 2 (kein Tor) / MHC 11 (ein Tor)

Schiedsrichter:
Gaby Schmitz / Gregor Küpper
56. Hallen-Endrunde Damen & Herren
4./5. Februar 2017 in Mülheim/Ruhr