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2. Halbfinale Damen: Berliner HC - Düsseldorfer HC 1:3 (0:2)
04.02.2016

Titelverteidiger Düsseldorfer HC hat erneut den Sprung ins Finale der Deutschen Hallenhockey-Endrunde geschafft. Die Rheinländerinnen setzten sich in der Hansehalle mit 3:1 (1:0) gegen Ost-Meister Berliner HC durch, dessen erste Saisonniederlage nun auch gleich des Aus im Meister-Rennen bedeutet. Der Düsseldorfer HC trifft damit im morgigen Endspiel auf den Mannheimer HC.

„Beide Teams haben defensiv sehr gut gearbeitet. Der Unterschied war heute, dass wir unsere Konter-Qualität gut ausnutzen konnten und dem BHC auf der anderen Seite keine nennenswerten Kontermöglichkeiten gegeben haben. In einem so engen Spiel ist genau das dann eben entscheidend“, analysierte Düsseldorfs Trainer Nicolai Sussenburger. „Wir haben heute viele Jobs als Mannschaft gut erledigt. Offensiv können wir noch ein bisschen mehr, aber das können wir ja morgen hoffentlich noch zeigen.“

Die Partie vor etwa 1300 Zuschauern begann mit einer Großchance für Berlin. Viola Scharf traf mit der Rückhand nur das linke Außenbrett (2.). Der DHC hatte in der 4. Minute die erste Chance per Ecke, aber BHC-Keeperin Amelie Klaumünzer hielt den Schlenzer von Greta Gerke. Auf der anderen Seite war es erneut Scharf, die nach gutem Lauf über rechts an Torfrau Nathalie Kubalksi scheiterte (10.). Sabine Markert prüfte Klaumünzer aus spitzem Winkel, kam aber an der Nationalkeeperin nicht vorbei. Kurze Schrecksekunde als Lena Andersch und Selin Oruz mit den Köpfen zusammenstießen – aber beide konnten weiter spielen (14.).

Stark die Reaktion von Kubalski gegen einen Schuss von Lena Jacobi. Und im Konter war es Elisa Gräve, die von halbrechts zum 1:0 (16.) für Düsseldorf traf. Für Berlin war es immer wieder Scharf, die in Kontern gefährlich war. In der 18. Minute ging ihre Rückhand knapp links neben das Tor. Dann auf der anderen Seite eine Großtat von Klaumünzer gegen Carolin Wolf, deren Schuss sie mit ganzem Einsatz neben das Tor lenkte (22.). Nun nahm der BHC die erste Auszeit. Danach hatte zwar Lisa Marie Schütze die erste Großchance, die Anke Grueneberg vereitelte, aber Lena Langer und Lena Jacobi hatten danach Großchancen, die zum 1:1 führen mussten. Berlin drückte nun auf den Ausgleich, weshalb nun auch Nico Sußenburger von seiner Auszeit Gebrauch machte, um sein Team noch einmal einzustellen. Letztlich blieb es beim knappen Vorsprung der Titelverteidigerinnen zur Pause.

Halbzeit zwei begann mit einer tollen Kombination des BHC bis vors gegnerische Tor, wo aber eine Düsseldorferin noch dazwischen kam. Scharf hatte die nächste Großchance für den BHC, scheiterte aber erneut an Kubalski. Berlin war jetzt klar am Drücker. Jacobi scheiterte an Kubalski, und Steffi Wendt schoss von links nur haarscharf am langen Pfosten vorbei (41.).

Düsseldorf in dieser Phase nur mit seltenen Entlastungsangriffen, die kaum mal wirklich Gefahr austrahlten. Und dann war es plötzlich passiert. Im Konter legte Darja Möllenberg die Kugel überlegt rechts an Klaumünzer vorbei und traf zum 2:0 (47.). Jacobi hätte im nächsten BHC-Angriff das 2:1 machen müssen (48.), aber ihr Schlenzer ging rechts neben das Tor. Berlin riskierte jetzt etwas mehr und wurde dafür auch belohnt. Per Strafecke gelang Anke Grueneberg der Anschlusstreffer (53.) Viola Scharf hatte im nächsten Angriff sogar den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte jedoch an Kubalski. Die Freude währte für den BHC allerdings nicht allzu lang, denn Elisa Gräve hatte sich schön in den Kreis kombiniert, wo sie mit ihrem zweiten Treffer den Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte (55.). Berlin wechselte daraufhin die Torhüterin für eine sechste Feldspielerin aus und erarbeitete sich die zweite Strafecke. Nathalie Kubalski parierte gegen Grueneberg, es gab aber die Wiederholungsecke. Wieder war Kubalski zur Stelle, der Nachschuss von Viola Scharf wurde auf der Linie geklärt. Es gab aber erneut Ecke, und erneut behielt Kubalski gegen Grueneberg die Oberhand. Doch wieder zeigte die Schiedsrichterin Ecke an. Diesmal versuchte es Berlin mit einer Variante, die aber das Ziel ebenfalls nicht fand (59.). So lief die Zeit ab und Düsseldorf zog erneut ins Endspiel ein.

Tore:
0:1 Elisa Gräve (16.)
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0:2 Darja Möllenberg (47.)
1:2 Anke Grueneberg (KE, 53.)
1:3 Elisa Gräve (55.)

Strafecken:
BHC 5 (1 Tor) / DHC 1 (kein Tor)

Zuschauer: 1.300

Schiedsrichter:
Angelika Köppen (TSV Riederich) / Gabriele Schmitz (RW Köln)
55. Hallen-Endrunde Damen & Herren
6./7. Februar 2016 in Lübeck